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Inklusion an der Universität Liechtenstein

Aktualisiert: 14. Sept. 2023

Vom 4. bis 6. September 2023 haben wir bereits zum 2. Mal an der Universität Liechtenstein das Seminar Inklusion am Beispiel Fussball angeboten. Ziel des Hochschulseminars ist es, Studierende für das Thema Inklusion zu sensibilisieren. Am Beispiel Fussball wird aufgezeigt, wie Inklusion gelingen kann und die Botschaft vermittelt, dass diese Prinzipien in anderen Bereichen wie Architektur, Wirtschaft oder Informatik ebenfalls angewendet werden können.



Der Kurs begann mit einer Simulationsübung zu Behinderungen: mit Augenbinden, Gehörschutz und Krücken haben die Teilnehmer:innen verschiedene Fussballübungen ausgeführt und konnten so durch Selbsterfahrung die Herausforderungen von Menschen mit Behinderung in Bezug auf das Fussballtraining erleben. Am Nachmittag setzten sich die Studierenden unter anderem mit dem Thema inklusiven Sprachgebrauch auseinander: Sprache kann verbinden, sie kann aber auch ausgrenzen. Sie drücken unsere Werte, aber auch unsere Vorurteile aus. Welche Begrifflichkeiten sollte man daher verwenden, welche vermeiden?


Am 2. Tag setzten sich die Studierenden mit dem Management eines inklusiven Teams auseinander. Wie kann der Zusammenhalt optimal gefördert werden und welche Kompetenzen sind wichtig, um ein solches Team erfolgreich zu führen? Weiter ging es mit einem Workshop mit Beatrice Brunhart-Risch, Theaterpädagogin und Leiterin des Jungen Theaters Liechtenstein. Sie zeigte, dass Theater sich perfekt eignet, so wie auch der Sport, um Menschen jeden Alters und mit unterschiedlichen Bedürfnissen und Fähigkeiten zusammen zu bringen und Barrieren abzubauen. Am Nachmittag war das Team für Menschen mit Behinderung von SCR Altach zu Gast. Die Studierenden spielten Fussball in gemischten Teams mit den Jugendlichen aus Altach. Durch das gemeinsame Erlebnis konnten spielend Berührungsängste abgebaut und gegenseitiges Verständnis und Vertrauen aufgebaut werden.

Der 3. und letzte Seminartag startete mit einem Vortrag von Frau Ute Mayer, Verantwortliche für den Fachbereich Chancengleichheit am Amt für Soziale Dienste, in dem sie über die aktuelle Situation zur Inklusion in Liechtenstein berichtete. Im Anschluss waren die Studierenden am Zug: in Gruppen bereiteten sie inklusive Trainingseinheiten vor, welche sie am Nachmittag mit dem Team für Menschen mit Behinderung vom FC Sargans, die Tschutters, in die Praxis umsetzten. Beim Abschied sagte Tschutters FC Sargans Spieler Fabian Frick zu den Studierenden «Das müssen wir wieder machen! Es hat viel Spass gemacht!». Die Magie des Fussballs hat gewirkt. Die Inklusion wurde am Fussballplatz spielend erlebt. Die wertvollen Erkenntnisse werden jedoch auch mit nach Hause und in den Alltag getragen.



Ein herzliches Dankeschön an;

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